Die 2013 neu gegründete Kesselhaus-Initiative besteht aus Personen, die sich für die Sanierung des Kesselhauses von Werner & Ehlers einsetzen. Alle Schritte und Aktivitäten erfolgen in enger Zusammenarbeit mit der Faust-Stiftung als Eigentümerin der Immobilie und dem Kulturzentrum Faust. Durch die Mitarbeit des Vorstandsvorsitzenden der Faust-Stiftung, Peter Hoffmann-Schoenborn, und des Geschäftsführers von Faust, Hans-Michael Krüger, im Kreis der Mitglieder der Initiative ist die Abstimmung bei allen Aktivitäten gewährleistet.

Im Laufe der letzten Jahre wurden viele Gespräche mit Lindener Bürgern, Repräsentanten aus Politik und Vereinen sowie Experten der Bau- und Technik-Geschichte geführt, die das Ziel der Erhaltung und Nutzbarmachung des Kesselhauses unterstützen.

Die neue Kesselhaus-Initiative knüpft an die Arbeit einer Gruppe an, die sich bereits vor 25 Jahren für den Erhalt des Kesselhauses eingesetzt hatte, unter ihnen der heutige Bezirksbügermeister Rainer-Jörg Grube, der Vorsitzende von Quartier e.V., Jonny Peter, sowie dem Architekten Andreas Kleine und Holger Horstmann vom Stadtarchiv Hannover. Erstmals wurde 1989 ein detailliertes Nutzungskonzept entwickelt, das Andreas Kleine in seiner Diplomarbeit mit Plänen, Skizzen und Recherchen fundiert untermauerte. Die alte Kesselhaus-Initiative entwickelte eine Vision eines Museums der Industrie- und Arbeiterkultur.

Mehr unter: www.linden-kesselhaus.de

Video: Medienhaus Hannover (www.medienhaus-hannover.de)

Künstlerische Perspektiven aus der Subsahara
eine Austellung in der Kunstahalle FAUST

In einer Kooperation zwischen der 4. Mediations Biennale Poznan 2014 “From Nowhere to Here”, dem Kunstverein Kunsthalle Hannover e.V. und afrikanischen Partnern aus verschiedenen Subsahara-Staaten thematisiert die Ausstellung Shifting Africa mit 20 künstlerischen Statements Wechselbeziehungen zwischen Individuum und weltumspannendem Geschehen am Beispiel Afrikas.

Ergänzt durch den perspektivischen Blick europäischer und im Speziellen deutscher Positionen aus Poznans Partnerstadt Hannover wirft Shifting Africa Fragen auf, versucht Antworten zu finden und Zusammenhänge sichtbar werden zu lassen.

Nach dem Ende der Kolonialzeit mit Beginn des einundzwanzigsten Jahrhunderts haben sich die Machtverhältnisse auf dem afrikanischen Kontinent erneut verschoben. Wohin strebt Afrika, wohin driftet es im Spannungsfeld hegemonialer wie multilateraler Strömungen? Wie beeinflussen die sich verändernden gesellschaftspolitischen Realitäten und wirtschaftlichen Machtstrukturen die künstlerische Suche nach Identität, kulturellem Erbe und Zugehörigkeit?

Neben einer eigenen formalen Bildsprache und Ästhetik formulieren sich Aspekte wie Ritual, Gender, Umwelt und Klima, Ressourcen und Recycling in einem breiten Spektrum der gezeigten künstlerischen Positionen wie Fotografie, Malerei, Installation, Video und Performance.

Das Projekt Shifting Africa wurde am 27. September 2014 unter Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Stefan Schostok in Hannover eröffnet. Die Ausstellungseröffnung in Poznan erfolgt im Rahmen der Mediations Biennale Poznan am 21. September 2014.

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler:
Jude Anogwih (Nigeria), Jelili Atiku (Nigeria), Rolf Bier (Deutschland), Wolf Böwig (Deutschland), Edson Chagas (Angola), Virginia Chihota (Zimbabwe), Jim Chuchu (Kenia), Julie Djikey (Demokratische Republik Kongo), Em`kal Eyongakpa (Kamerun), Dennis Feser (Deutschland), Serge Olivier Fokoua (Kamerun), Landry Mbassi (Kamerun), Norbert Meissner (Deutschland), Tom Otto (Deutschland), Peter Puype (Belgien), Kristian von Hornsleth (Dänemark), Claudia Wissmann (Deutschland), Hervé Yamguen (Kamerun), Portia Zvavahera (Zimbabwe)

Kuratoren:
Harro Schmidt

Co-Kuratoren:
Jelili Atiku, Martin Baasch und Serge Olivier Fokoua

Ausstellungsdauer: Sonntag, 28. September, bis Sonntag, 26. Oktober 2014
Vernissage: Samstag, 27. September 2014, 19 Uhr

Im Rahmen der Eröffnung am Samstag, dem 27. September, um 19 Uhr wurde eine feierliche Flaggenhissung “Die Vereinigten Staaten von Afrika” (ein Projekt von Rolf Bier) vorgenommen, und es ist eine Performance des nigerianischen Künstlers Jelili Atiku zu erleben.

Zudem führte eine Podiumsdiskussion mit den Kuratoren und beteiligten Künstlern der Ausstellung am Sonntag, dem 28. September, um 17 Uhr das europäische und afrikanische Bild von Afrika zusammen und stellt es zur Diskussion.

Video: Medienhaus Hannover (www.medienhaus-hannover.de)